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Biographie des Ehrw. Lama Je Tsongkhapa 

 

Je Tsongkhapa war ein großer tibetischer buddhistischer Meister im 14. Jh. Das Wirken Tsongkhapas für die buddhistische Lehre allgemein und besonders für die Lehrtradition in Tibet war unermesslich. Durch seine disziplinierte Lebensführung war er ein großes Vorbild nicht nur für seine Schüler und seine Gelehrtheit war unter den Gelehrten unumstritten.

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Milarepa: Tibets großer Yogi

Milarepas außergewöhnlich spannende Lebensgeschichte wurde vor einiger Zeit vom "Council for Tibetan Education" in einer Comic-Version veröffentlicht und kann bei uns heruntergeladen werden.

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Die Kalmücken und ihr Tempel in München Ludwigsfeld

Der kleine Tempel, untergebracht in einer Wohnung in einem Reihenhaus, ist der älteste in München und war für viele Jahre der einzige buddhistische Tempel tibetischer Tradition in Deutschland.

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DIE NAGAS

Wissenswertes über sie in Kürze

Naga m, Nagini f (Sanskrit) bedeutet Schlange. In der indischen Mythologie bezeichnet es Schlangenwesen oder Schlangengottheiten. Die Darstellungen variieren: entweder vollständig als Schlange oder mit menschlichem Oberkörper, aber Unterkörper ist schlangengleich. Sie können auch mehrere Schlangenköpfe haben, so wie in der Darstellung des Buddha Shakyamuni, der vom Nagakönig Mucalinda mit seinen sieben kobraartigen Köpfen in seiner Meditation beschützt wurde (wie auf dem Foto oben).

Von Nagarjuna wird gesagt, dass er die Prajnaparamita-Sutras von den Nagas erhielt, die sie aufbewahrt hatten. Auch er wird mit Nagaköpfen hinter seinem Kopf dargestellt.

Nagas zählen zum Tierbereich, haben jedoch übernatürliche Fähigkeiten. So können sie zum Beispiel als Menschen auftreten und sich unter uns aufhalten.

Ihr tibetischer Name ist Lu (klu). Im größten tibetischen See, dem Manasarowar-See lebt einer der 8 Nagakönige, der – wie alle Nagas – besonders mit der Natur verbunden ist.

Der Nagakönig vom Manasarowar-See ist ein Bodhisattva-Naga und eine Quelle für das Wohlbefinden unserer Natur, unseres Klimas, der Ernten, überhaupt des Wohles unseres Planeten.

Es gibt Nagas, die uns helfen wollen und auch helfen, aber wir bemerken das nicht. Es ist für sie schwer zu ertragen, dass wir ihren Lebensraum verunreinigen, was unserem verunreinigten Geist entspricht. Wir nehmen ihre Hilfe nicht wahr, was für sie Undankbarkeit bedeutet. Durch das Weggehen der Nagas nehmen die negativen Kräfte überhand. Wenn sie wegen der Verunreinigung ihres Lebensraumes ihre Wohnstätten verlassen, hat dies gravierende Folgen für uns wie z. B. Naturkatastrophen.

Nach tibetischer Vorstellung wohnen Nagas vor allem in Flüssen und Seen. Sie sind leicht aufgebracht und es heißt, dass sie einen 9 Leben lang verfolgen, wenn man sie gereizt hat. Verschmutzen wir weiter ihre Wohnstätten, schicken sie Krankheiten wie Hautkrankheiten, Lepra und auch Aids zählen dazu.

Durch Rituale und Opfergaben kann man sie besänftigen. Man führt Rauchopfergaben durch (Lusang), opfert ihnen Wasser oder man bringt Milch und kleine Tormas dar (wie beim Lutor und Torma gyatsa Ritual s. Foto), in die man die 3 süßen (Honig, Zucker und Melasse) und die 3 weißen Substanzen (Milch, Joghurt und Butter) mischt. Tücher in den Farben der 5 Elemente mögen sie gerne und man benutzt sie während des Rituals. Auch ein Mantra gibt es für sie.

Die Rituale führt man nur an bestimmten Tagen durch; an anderen Tagen ist es nicht ratsam, denn man weckt die Nagas auf und sie werden zornig. Durch die Rituale versucht man, den Lebensraum der Nagas zu heilen.

Maria Anna Kneisl

Quellen:
Wikipedia und aus Belehrungen von Ven. Panglung Rinpoche und Ven. Gonsar Rinpoche